Was macht Heimat nach über 800 Tagen?

Shownotes

Über 800 Tage ist Pascal Eckert bereits unterwegs – mit dem Fahrrad von Mainz bis nach Neuseeland. In dieser besonderen Zwischenfolge von Thriveside spricht er über eine ungeplante Pause: Eine gesundheitliche Herausforderung in Vietnam zwingt ihn kurz vor Weihnachten zur Rückkehr nach Deutschland. Statt Wüste, Dschungel und Grenzübertritten plötzlich Heimat, Familie und Freunde.

Wie fühlt es sich an, nach zweieinhalb Jahren Weltreise in wenigen Stunden zurückzufliegen? Was macht das mental mit einem, wenn man sein „Unterwegs-Sein“ kurz unterbricht? Und wie geht es weiter, wenn das Ziel zwar feststeht, der Weg aber längst mehr geworden ist als nur eine Route auf der Landkarte?

Im Gespräch geht es um:

die Trennung vom ursprünglichen Reisepartner und das Weiterfahren allein

extreme Bedingungen zwischen 45 Grad Wüste und Hochgebirge

Gastfreundschaft im Iran, Straßenküchen in Indien und SIM-Karten für vier Euro

mentale Tiefpunkte, Selbstzweifel und warum Aufgeben nie eine echte Option war

Minimalismus, Freiheit und die Frage, was nach Neuseeland kommt

Pascal erzählt offen von Zweifeln, Einsamkeit, Dankbarkeit – und davon, warum diese Reise längst kein Projekt mehr ist, sondern sein Leben.

Eine Episode über Mut, Perspektivwechsel und die Kraft, immer weiterzutreten – Kilometer für Kilometer.

Transkript anzeigen

00:00:05: Ein Abenteurer, ein Bike.

00:00:03: Ein Ziel ThriveSide Begleite Pascal auf seiner unglaublichen Reise

00:00:11: um die Welt mit dem

00:00:13: Fahrrad durch mehr als dreißig Länder von Mainz bis Neuseeland.

00:00:19: hier im Podcast Thriveside.

00:00:23: Es geht weiter im Podcast.

00:00:25: Pascal war über Weihnachten in Deutschland und ich hatte die Gelegenheit, ihn im Radio zu interviewen.

00:00:32: Und das ist sowas wie eine Zwischenzusammenfassung über all die Dinge, die passiert sind jetzt hier im Podcast!

00:00:39: Pascal Eckert ist vor über achthundert Tagen aufgebrochen aus der Region mit dem Fahrrad nach Neuseeland.

00:00:46: aus gesundheitlichen Gründen hat er jetzt einen Weihnachtsurlaub gemacht und darüber spreche ich mit ihm.

00:00:53: Lass uns ganz schnell einordnen, also meins geboren in Mainz aufgewachsen?

00:00:57: Ich weiß nicht was hast du beruflich gemacht?

00:00:59: Ah, ich habe am Anfang eine Ausbildung gemacht als Zweiradmechaniker später Weiterbildung zweirad Meister mit Maschinenbaustudium hinten drauf und dann letztendlich vor der Reise fünf Jahre in der Fahrradbranche dann schon gearbeitet.

00:01:14: Okay, das heißt die Liebe zum Fahrrad ist definitiv schon spürbar!

00:01:20: Wann haben wir gesprochen?

00:01:22: Tage weiß ich nicht... Ich kann dir sagen es ist achthundertfünfundsießig Tage her dass sich in Deutschland war Wann wir gesprochen haben, mehr wie zweieinhalb Jahre relativ nah an dem Abreisedatum.

00:01:34: Also ich weiß ihr wart gerade, ihr wart ja am Anfang da kommen wir dann auch gleich drauf zu zweit und ich weiß du hattest glaube ich deinen Hausstand schon irgendwie halbwegs eingelagert und dein Partner damals der konnte sich von Dingen noch nicht trennen

00:01:46: richtig

00:01:46: aber kurz davor.

00:01:47: das heißt ihr seid aufgebrochen zu einer Fahrradreise von Mainz nach Neuseeland so kann man es kurz beschreiben Und ihr wart zu zweit, ihr wart ein Team und vielleicht fangen wir so auch an.

00:02:01: Das heißt während der Fahrt merkt man dann Dinge die dann einfach die man sich vorher irgendwie romantisch irgendwie dargestellt hat dass sie nicht funktionieren?

00:02:10: Ja tatsächlich also Sascha und ich sind ja damals zusammen aufgebrochen.

00:02:17: Und ich will jetzt nicht sagen, wir haben das schnell gemerkt.

00:02:20: Ist natürlich auch was ich hier darstelle muss ich auch dazu sagen ist eine einseitige Sichtweise Auch wenn wir viel darüber gesprochen aber dass natürlich meine Sichtweise der Dinge.

00:02:28: er hat vielleicht ein bisschen andere und auch da Wir sind nach wie vor super Freunde und auch immer noch im Kontakt fast wöchentlich im Austausch.

00:02:35: Aber wir haben gemerkt Dass unsere Vorstellungen sich anders entwickelt haben auf der Reise.

00:02:40: Was wollen wir von der reise?

00:02:41: Was erwarten wir von einer reise?

00:02:43: und Ich glaube auch es ist fair genug zu sagen dass das medium Fahrrad als Reisetyp für Sascha dann irgendwann einfach auch nicht mehr gepasst hat.

00:02:52: Also wir hatten halt körperlich ganz andere Herangehensweise und auch einen anderen Status, was unsere körperliche Fitnessen so angeht.

00:03:02: Die hat sich natürlich aufgebaut bei ihm auf der Reise aber wir waren immer relativ weit auseinander.

00:03:07: ich wollte weiter fahren Ich wollte mehr in die Berge, ich wollte ja auch vielleicht diese Anstrengungen ein Stück weit haben Und er hat eher versucht sagen wir mal ein Stück weit den leichteren Weg zu gehen, wenn es denn möglich war.

00:03:20: Und dann haben wir ja über fünf Monate waren's bis Ende zwanzig, dreinzwanzig haben wir dann schon gemerkt okay das ist nicht ganz so einfach für uns beide.

00:03:31: Wir haben aber auch Fehler gemacht muss man fairerweise dazu sagen.

00:03:34: wir haben uns vorher drüber lustig gemacht über Leute die zwei Zelte genommen haben die ähnliche Projekte gemacht haben wie wir wo wir gedacht haben warum zwei Zeltes?

00:03:41: seid ihr doof kannst du einzeln recht.

00:03:43: doch Ja, ich kann dir sagen.

00:03:46: Wir waren relativ schnell, während wir froh gewesen zwei Zelte zu haben!

00:03:50: Also ich kann mich sehr gut an die Gesprächssituationen damals erinnern als wir hier zusammengesprochen haben und ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte auch mal eine Zweifel.

00:03:59: Tatsächlich haben das viele Leute...viele Außenstehende mir im Nachhinein gesagt?

00:04:03: Ich denke aber es ist immer einfacher wenn man nicht in der Situation ist oder die Belastung hat Ihr seid natürlich, wobei das kein Ausschlusskriterium ist.

00:04:13: So was kann gut funktionieren aber ihr seid natürlich schon in die unterschiedliche Typen gewesen.

00:04:17: also du warst glaube ich der der durchaus schon vorbereitet war auch mental eigentlich in der Situation richtig drin steckte und Sascha hat halt glaub ich mehr auf dieses Abenteuer gesetzt dass da irgendwie auf ihn zukommt.

00:04:28: aber ich sag mal ein Abenteurer muss halt wenn es gut ausgehen soll halt auch geplant werden.

00:04:33: Ein

00:04:33: Stück weit auch geplanet werden.

00:04:34: ja mittlerweile Nach wie vor gibt es eine gewisse Planung, selbstverständlich musst du ja auch haben irgendwie grob.

00:04:40: Aber die Tage sind dann auch über die Reise hinaus haben sich ganz anders gestaltet als die Planung war ist ja vollkommen okay.

00:04:47: Du kannst trotzdem einen Plan haben der dann anders sich einfach umsetzt.

00:04:52: aber ich glaube in groben Plan brauchst du nach wie vor weil ansonsten bist da einfach Plan los, halt völligst irgendwie

00:05:00: in der

00:05:00: Welt unterwegs.

00:05:01: Wenn

00:05:01: ich das hier zu höre natürlich man denkt erstmal so ein Zelt ist kein geschlossener Raum aber is es dann doch irgendwie?

00:05:08: Ja zumal wenn du einfach auf dem Fahrrad ein bisschen für dich bist ja trotzdem immer zusammen du stimmst jede Kleinigkeit miteinander ab und dann hast du auch diese Situation dass du nachts Wir hatten ein Zelt für drei Mann, weil wir schon gedacht haben okay da haben wir ein bisschen mehr Platz.

00:05:27: Aber du bist halt immer in diesem geschlossenen sehr engen Raum direkt aufeinander.

00:05:32: Wenn einer nachts wach wird und raus muss zum Pinkeln dann ist der andere auch automatisch wach wenn dich dreimal rumdrehst oder schnarchst oder egal was.

00:05:39: also der Raum ist sehr eng.

00:05:41: ja

00:05:42: Es halten mir viele Ehen schon nicht aus.

00:05:44: Ich sag mal da kann man sich noch ein bisschen aus dem Weg gehen vielleicht da geht einem auf die Couch oder so.

00:05:49: das konnten wir halt nichts.

00:05:50: Also da wart ihr?

00:05:51: Oder das hast du ja oft.

00:05:53: Um es vielleicht ein einfaches Bild zu bringen, ich kenne das von ganz vielen Menschen die total gut befreundet waren bis sie in eine WG gezogen sind.

00:06:00: Zum Beispiel, ja!

00:06:01: Weil dann merkst Du halt, vier und zwanzig Stunden ach gucke mal Die Marke, die Marke... Und entweder hast Du ne hohe Toleranzdichte oder irgendwann Kracht Ja, aber ihr seid friedlich dann irgendwann auseinander?

00:06:12: Wir haben uns friedlich getrennt.

00:06:14: Ich meine da haben noch mehr Faktoren eine Rolle gespielt die ich jetzt hier nicht alle ausrollen will weil das auch dann ein Stück weit in Sascha's Privatfähre halt einfach reingeht.

00:06:21: Aber wir haben uns Friedlich getrannt.

00:06:22: es kam fast schon auf einem natürlichen Weg.

00:06:25: Wir haben Weihnachten und Silvester'''','''.

00:06:31: Dann war Sascha sehr krank vermutlich Corona genau wissen wir es nicht aber er konnte auf jeden Fall nicht weiterfahren.

00:06:36: Und ich musste weiter, weil meine Eltern das erste Mal mich dort zu besuchen kam im Süden in der Türkei.

00:06:42: In Antalya und da haben wir uns dann quasi auf Notwendigkeit getrennt und haben gesagt gut Wir sehen uns dann keine Ahnung in zwei Wochen wieder du kommst vielleicht dann mit dem Bus hinterher gefahren oder wie auch immer.

00:06:51: und Dann hat sich das alles ein bisschen anders gestaltet.

00:06:53: er ist mit einem anderen deutschen Fahrradfahrer erst mal weiter gereist und dann bin Ich nochmal ein Stück zurückgefahren ihm entgegen.

00:06:59: bis ich unsere Wege wieder gekreuzt haben war dann schon fast einen monat vergangen Und in der Phase haben wir, glaube ich beide gemerkt Wir sind besser dran alleine.

00:07:08: Also mehr oder weniger haben wir zeitgleich ausgesprochen Hey!

00:07:12: Ich möchte allein noch weiterreißen.

00:07:13: Okay

00:07:13: Ja und dann war das auch okay?

00:07:15: Wir haben einen fairen Cut gemacht.

00:07:17: Wir hatten ja zum Beispiel auch ein Gemeinschaftskonto Was erstmal wahrscheinlich für viele ungewöhnlich klingt Aber wir haben das schon sehr hart aufgezogen Oder wir haben es schon sehr ernst Sehr ernst trifft's wahrscheinlich besser aufgezogen.

00:07:32: Und wir haben dann Ferien-Cut gemacht.

00:07:33: Wir haben alle unsere Sachen aufgeteilt und ein paar Sachen mussten wir uns natürlich neu organisieren, jeder hat dann sein eigenes Zelt bekommen usw.

00:07:40: Und dann war das aber vollkommen okay.

00:07:42: Na ja gut ist eine Unternehmung, ne?

00:07:43: Die Unternehnung läuft auch auf einem Konto!

00:07:45: Genau!

00:07:45: Also insofern passt das alles... So, also Istanbul seid ihr zusammengefahren.

00:07:50: Das hört sich für mich jetzt, obwohl es wahrscheinlich auch viele Höhenmeter und sonst was alles waren, das hört sich noch für mich irgendwie im denkbaren Bereich an.

00:07:59: Dann geht ja die Tour.

00:08:00: Dann wurde es eigentlich erst richtig spannend so ab, weil dann Europa auch verlassen mit Istanbul hier auch und dann Richtung Zentralasien.

00:08:09: da wurden sie eigentlich erst knusprig.

00:08:12: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Pascal Eckert.

00:08:15: Pascal Eckart ist mein Gesprächspartner.

00:08:17: er will mit dem Fahrrad von Mainz nach Neuseeland fahren.

00:08:21: durch eine Erkrankung in Vietnam hat er einen Weihnachtsurlaub gemacht und deswegen können wir bei der Tour bis jetzt sprechen.

00:08:28: Wir haben natürlich heute die digitale Technik, das heißt du kannst auf einer Googlekarte oder sowas.

00:08:33: Du kannst immer nachgucken wo bin ich?

00:08:34: Du kannst es dir übersetzen lassen aber so rein die Orientierung fängt doch schon im asiatischen Bereich wenn ich auf der Straße unterwegs bin schon an schwierig zu werden oder ja Ich kann ja nichts lesen ohne weiteres.

00:08:45: Ne du kannst natürlich von den von den Straßenschildern und so weiter kannst du das meiste nicht mehr lesen.

00:08:50: hier und da gibt's mal was in Englisch Aber das meeste Kannst du da schon nicht mehr Lesen.

00:08:55: Ich feier auch nach wie vor.

00:08:56: Ich planen meine Routen immer noch mit Komot, mit einer App und lad die dann auf meinen GPS worüber ich dann so ein bisschen navigiere.

00:09:03: aber auch das ist alles mittlerweile relativ flexibel geworden.

00:09:06: Das GPS habe ich eigentlich hauptsächlich damit es Handy nicht benutzen muss weil der Akku einfach knappe Woche hält ohne es aufzuladen und dann muss sich nicht mit meinem Handy navigieren.

00:09:15: Ne gut!

00:09:16: Und du bist ja raus aus der Welt.

00:09:19: Diese Dinger sind ja nicht dafür geeignet, dass wir raus aus der Welt sind.

00:09:22: Das heißt wenn man einfach nur einen Messenger-Dienst aufhat... Man ist doch immer neugierig rein zu gucken oder?

00:09:29: Ja

00:09:29: klar!

00:09:30: Oh bei das ja auch gar nicht.

00:09:31: das Thema ist was ich jetzt auf der Reise bin.

00:09:32: Du bist eigentlich immer nach wie vor connected.

00:09:35: Ich habe das jetzt als ich eine Routine entwickelt, dass ich mir in jedem Land, dass sich kommende SIM-Karte holen also meistens eine physische SIM Karte.

00:09:42: Auch da hast du mittlerweile mit E-SIM und so alle Möglichkeiten der Welt.

00:09:47: Aber für mich sind die physischen SIM-Karten einfach ein günstiger und dann bist du so wie hier in Deutschland oder besser

00:09:54: vernetzt.

00:09:55: Meistens besser!

00:09:56: Das

00:09:56: ist leider,

00:09:58: muss

00:09:58: man immer wieder sagen dass wir glaube ich unser Eigenbild schärfen sollten.

00:10:03: Wir sind irgendwie nicht mehr in den neunziger Jahren, sondern wir sind tatsächlich abgehängt und müssen glaube ich ganz dringend hier in diesem Land den Anschluss an die Welt schaffen.

00:10:13: Also es ist umgekehrt.

00:10:14: Also finanziell plus Netzabdeckung

00:10:16: usw.,

00:10:18: wenn ich dir jetzt sage dass sich für keine Ahnung Anlimitet-Datenvolumen ein Monat in Vietnam vier Euro bezahlt und dann habe

00:10:28: Ich kenne das nur aus Rumänien, Spanien und überall wo ich Leute kenne.

00:10:32: Die haben die bessere Anbindung, die höhere Geschwindigkeit, die besseren Verfügbarkeit bis ins kleinste Dorf, wo wir noch diskutieren wie wir die weißen Flecken wegkriegen.

00:10:40: Genau!

00:10:40: Wie wird die Netzabdeckung überhaupt mal auf hundert Prozent bekommen?

00:10:43: Verrückt eigentlich ja!

00:10:46: So jetzt ist wenn

00:10:47: man

00:10:47: acht

00:10:48: Stunden alleine mit dem Fahrrad oder zehn Stunden – ich weiß gar nicht was du für eine Leistung da täglich machst fährt.

00:10:53: Also ich merke, dass wenn ich nur zwei Stunden mit dem Fahrrad unterwegs bin welche Gedanken mir alle in den Kopf schießen.

00:10:58: Das heißt das muss doch den ganzen Tag bei dir rad an oder?

00:11:01: Ja

00:11:01: sehr viel Gedanken im Freiraum natürlich auch so ein bisschen im täglichen Umfeld was die Gedanken angeht.

00:11:07: klar wo komme ich mehr oder weniger heute Abend an?

00:11:11: vermeidlich wenn alles normal läuft ungefähr wo schlafe ich dann essen ist immer so ein Thema.

00:11:17: also die ganz die tägliche Dinge sind eigentlich relativ simple, basic.

00:11:21: Aber dann hast du auch genügend Kapazitäten um über viele andere Dinge nachzudenken.

00:11:27: Das heißt

00:11:29: das Leben?

00:11:29: Ja!

00:11:30: Die Erwartung die man selber ans Leben hat Situationen aus der Vergangenheit aber auch in Richtung Zukunft.

00:11:36: also da rattet einiges durch.

00:11:38: Also wir können ja verraten Wir hatten gerade vor Gespräch Du bist wahrscheinlich noch so einen Jahr unterwegs.

00:11:42: Wenn du jetzt nach diesem kleinen Break Da kommen vielleicht auch noch Gespräche dazu Dann bist du noch ein Jahr unterwegs.

00:11:48: Das heisst aber der Gedanke was ist danach, weil irgendwann ist man am Ziel und dann muss es ja auch weitergehen.

00:11:54: Das heißt das spielt auch schon eine Rolle bei diesen Gedanken?

00:11:56: Das spielt schon eine gewisse Rolle aber gar nicht so viel, weil ich wirklich im Laufe der Reise festgestellt habe dass ich versuche, ich sage bewusst versuche gelingt mir nicht immer hier und jetzt ganz bewusst zu sein und einfach diese Momente die ich hab auf der reise zu genießen, weil umso mehr ich weder in der Vergangenheit oder noch in der Zukunft mich gedanklich bewege entflied mir immer so ein bisschen die tatsächliche Gegenwart.

00:12:21: also habe ich da auch realisiert okay.

00:12:24: Ich muss natürlich gewisse Gedankenstrukturen haben um vielleicht einfach zu lernen aus der Vergangenheit, um dann eben in der Zukunft andere Wege gehen zu können.

00:12:33: aber ich versuche ganz bewusst im Tag täglichen hier und jetzt zu sein und nicht zu viel in der Vergange und der

00:12:39: Zukunft.".

00:12:40: So du hast ja schon gesagt es ist man fährt irgendwo los Ein ein Stopp, wo du das Zelt aufbauen kannst irgendwie es gibt einen Podcast.

00:12:50: also dass heißt Du berichtest auch regelmäßig wo du bist und schilderst relativ gelassen finde ich immer.

00:12:57: Diese Dinge, wo ich da einfach mal denke war weiß ich jetzt gar nicht ob ich da diese Gelassenheit hätte.

00:13:01: aber wahrscheinlich muss man diese Gelessenheit auch für so eine Reise haben.

00:13:04: Und eins habe ich jetzt schon gelernt, du hast irgendwie ein Fable für in der Nähe von Tankstellen irgendwie glaube ich.

00:13:08: Ja

00:13:09: es ist öfters mal vorgekommen also ich würde jetzt nicht unbedingt sagen im Fable aber tatsächlich die Tankstellen sind so eine relativ sichere Lösung die du immer irgendwie ansteuern kannst wenn du sonst nichts findest.

00:13:22: Ich hab manchmal Schwierigkeiten immer noch deutsche Wörter zu finden.

00:13:25: preferable wollte ich gerade sagen.

00:13:26: bevorzugt will ich eher Rorte wo's ruhiger ist weil Tankstellen Für sich natürlich immer ein bisschen hektischer, da ist immer mehr los.

00:13:35: Gerade wenn sie nachts auch auf und haben, das ist ja logisch.

00:13:38: Aber die Tankstelle ist immer dann so ein sicherer Hafen Da weißt du, da gibt es Toiletten, da gibts Wasser Da hat's einfach eine gewisse Versorgung auch Ja Und in der Regel sind sie videoüberwacht und dann sind Die Leute auch entspannt.

00:13:51: Wenn ich frag' ob ich hier zelten kann Dann geben die mir irgendeine Ecke und dann Kann ich da mein Zelt enthauen.

00:13:55: und gut ist.

00:13:56: Aber bevorzugen würde ich Sag ich mal irgendwo hinter einem Busch mit weniger Verkehr ruhiger, da schlafe ich einfach dann besser.

00:14:05: Was ich spannend finde das ist aber auch tatsächlich mein Menschenbild.

00:14:08: Ich kenne mehr Menschen die gewillt sind mir zu helfen die mich zu unterstützen.

00:14:12: wenn man fragt du kommst relativ häufig auch irgendwo unter oder also das heißt die Gastfreundschaft ist schon...also ist irgendwie schon menschlich eigentlich da ne?

00:14:22: Ja

00:14:22: ja also Gastfreudenschaft Was ich auf der Reise auf jeden Fall mitgenommen habe und so ein gewisses Mindset, was sich entwickelt hat.

00:14:30: Dass ich sage für mich eigentlich ist der Mensch an Für Sich erstmal gut.

00:14:35: Ja also jeder Mensch ist meine Meinung nach erst mal gut Erstmal nett Und die Entwicklung die er dann halt im Laufe seines Lebens macht Die ist dann vielleicht eine andere aber per se Ist es die menschheit Gut und die Intentionen der Menschen sind gut.

00:14:49: dass Es mein empfinden Kannste natürlich nicht alle Auf über einen Kamm scheren ist klar Aber das ist das was ich erfahren habe.

00:14:56: Die Leute sind unglaublich nett, gastfreundlich wenn man fragt sowieso aber auch an für sich du musst manchmal noch nicht mal fragen Du kaufst einfach nur irgendwo eine Ecke in Wasser die sehen dich mit deinem Fahrrad sie sehen natürlich da ist ein Haufen Gepäck die seh'n an eines neunzig großen weißen irgendwo in Indien die bieten die automatisch irgendwas an also Je nach Land vielleicht ein bisschen mehr oder weniger, aber grundlegend war die Gastfreundschaft immer da und ich habe auch gemerkt.

00:15:23: Die Leute, die am wenigsten haben, die haben mir am meisten gegeben also in Ecken der Welt in Tajikistan oder Kyrgyzstan wo die Leute eigentlich fast nichts haben.

00:15:34: mal einen kurzer Schwenk, da wurde teilweise eine Ziege geschlachtet nur weil ich als Gast da war um dann abends ein Festmahl zu zelebrieren.

00:15:43: Also das solche Dinge...

00:15:45: Was ja schon fast ein schlechtes Gewissen

00:15:46: produziert, ne?

00:15:47: Genau!

00:15:48: Das musste ich auch lernen auf der Reise einfach zum einen natürlich Dankbarkeit zu zeigen klar aber auch Dinge anzunehmen.

00:15:56: Das war noch ein Thema mit Sascha und mir sogar am Anfang ganz schwierig.

00:15:59: wir haben uns ganz schwer getan am Anfang einfach Gastfreundschaft überhaupt anzunemen weil das für uns so'n bisschen wie du sagst was von bisschen schon schlechtes gewissen wenn Leute irgendwie über das normale Mars hinaus etwas für dich tun oder über ihren normalen Tagesablauf den Andersstrukturieren für dich eben, ja einzuladen dir irgendwas zu zeigen in ihrer Heimat oder so.

00:16:22: Aber das habe ich gemerkt es muss sich einfach annehmen weil die Leute machen sie auch gerne und ist es eigentlich schlimmer für Sie wenn du's nicht annimmst und ablehnst als wenn Du's annimm'st und einfach dankbar bist.

00:16:31: Das heißt, man muss sich jeweils auf die Mentalität des Landes einstellen.

00:16:35: So ein bisschen auch einstellen?

00:16:35: Klar!

00:16:36: Ich kann mir vorstellen ist es natürlich... ich überlege jetzt auch wenn ich einen Gast irgendwo habe aus einem anderen Kontinent, das ist ja auch erstmal eine große Nummer und so ist das natürlich in anderen Ländern.

00:16:45: Genau.

00:16:45: Aber

00:16:46: sie sind ja auch... Es ist ja so ein bisschen entgeben und nehmen ... Die Leute Happy jemandem helfen zu können, das ist das eine.

00:16:52: Aber sie sind auch natürlich super interessiert an Ausländern in dem Maß und über andere Länder was zu erfahren.

00:17:03: Warum mache ich die Reise?

00:17:04: Also da sind immer sehr interessante, auch teilweise intensive Gespräche mit den Leuten, die mich dann bei sich aufgenommen

00:17:11: haben.".

00:17:11: Ich spreche mit Pascal Eckert über seine Fahrradtour von Mainz bis nach Neuseeland.

00:17:17: In Vietnam hat er einen kleinen Stopp gemacht und jetzt einen Weihnachtsurlaub eingelegt, er ist mein Gesprächspartner.

00:17:23: Jetzt haben wir hier gerade die tollen Erfahrungen

00:17:27: alle

00:17:29: besprochen.

00:17:30: Du hast aber gesagt was man macht sich der Tagsüber schon Gedanken wo komme ich hin?

00:17:33: Wo bleibe ich über Nacht?

00:17:34: Ist es sicher?

00:17:36: gab's denn mal so ein Moment wo du gedacht hast Jetzt gerade bin ich an der Stelle, die ich gar nicht gut finde?

00:17:42: Ja gab es natürlich auch.

00:17:44: Keine Frage wo man einfach so ein bisschen unwohles Gefühl hat.

00:17:47: Ich bin auch mehrmals dann noch mal weitergefahren wenn ich gemerkt habe hier fühle ich mich nicht sowohl Obwohl ich eigentlich schon nicht mehr konnte obwohl's dunkel war spät wie auch immer hab mir da doch nochmal einen anderen Platz gesucht.

00:17:58: aber ich muss sagen so richtig gefährliche Momente wo ich mich gar nicht wohl gefühlt habe hatte ich eigentlich fast nie mit Tieren, ja.

00:18:09: Ich hab manchmal die Wölfe heulen hören in den Bergen zum Beispiel von Tajikistan oder so.

00:18:14: Da schliefst du natürlich nicht mehr.

00:18:15: Also wenn du das einmal gehört hast und dann da bist du wach die ganze Nacht weil du dann ständig Hörst und denkst okay kommt jetzt näher Ist das Geheule?

00:18:24: Kommt es näher gehts weiter weg.

00:18:26: Was passiert hier?

00:18:26: was mache ich wenn's tatsächlich jemand Wenn tatsächlich ein Wolf ans Zelt kommt?

00:18:31: als Beispiel Wie kann ich mich überhaupt wehren?

00:18:34: wie kann ich damit umgehen?

00:18:36: aber was Menschen angeht hatte ich sehr, sehr wenig schlechte Erfahrungen hier und da mal vielleicht mit ein paar Betrunkenen.

00:18:43: Und was mal vorgekommen ist die dann irgendwie mein Zelt gesehen haben oder ein bisschen Leute die nicht unbedingt übergriffig aber die vielleicht nicht diesen Privatsphäre-Einstellung haben wie wir.

00:18:55: das war in Indien ganz oft der Fall als Beispiel als einfach die Privatspäre anders wird anders gehandhabt als bei uns.

00:19:04: Aber ansonsten grundlegend war es wirklich.

00:19:09: Also da waren keine... jetzt aus dem Gedächtnis raus kurz abgerufen, keine wirklichen Erfahrungen.

00:19:15: wo ich sagen muss.

00:19:16: Da hatte ich mal richtig Angst, da habe ich nicht gut geschlafen und da hatte ich wirklich Angst mein Zelt dahin zu stellen.

00:19:22: Ja aber ich glaube es kommt natürlich auch so ein bisschen welcher Signal man raus gibt.

00:19:26: Ich glaube du gibst natürlich auch einen relativ selbst sicheres Signal und bist natürlich jetzt auch nicht derjenige der ja ist glaube ich du bist kein Opfertyp das muss man sozusagen.

00:19:33: Ja das

00:19:34: spielt mit Sicherheit auch eine Rolle Von deiner Persönlichkeit her, vielleicht auch natürlich Staturgröße.

00:19:40: Klar also das spielen glaube ich auch solche Faktoren mit einer Rolle und dann geschlecht auch muss man auch fairerweise so sagen.

00:19:46: als Frau würde ich mir wahrscheinlich in deutlich mehr Situation Gedanken machen als ich jetzt das persönliche als Mann gemacht habe.

00:19:54: Wie viele Länder bisher?

00:19:57: Über dreißig glaub ich Also mehr als gedacht am Anfang jetzt schon.

00:20:02: Ja,

00:20:03: okay und das heißt ich sage mal Europa

00:20:05: usw.,

00:20:05: dass ist ja erstmal alles.

00:20:06: geschenkt hat jeder ein Bild.

00:20:07: aber was ist wir mit dem Ganzen was mit Tarn aufhört?

00:20:11: Was war da alles dabei?

00:20:13: Ich habe gar kein Bild zu diesen Ländern!

00:20:15: Ich sehe dich da auf etwas was ich acht Stunden in der glühenden Sonne fahren.

00:20:20: Teilweise auch hier gab es gab's auch also Wüstendurchquerungen Sei es im Iran oder auch sehr raue Landschaften in den Bergen von Tajikistan, also da war alles dabei.

00:20:30: Ich hatte von fünf Metern Schnee in Georgien bis fünfundvierzig Grad im Schatten im Iran in der Wüste wirklich alles.

00:20:38: Wie sind die Grenzübertritte?

00:20:41: Wahrscheinlich kann ich ja nicht einfach so in den Iran einreisen.

00:20:43: Also ist immer ein bisschen individuell.

00:20:45: Wir haben zum Glück mit unserem deutschen Reisepass hier echt eine sehr komfortable Situation dass wir in ganz viele Länder Teilweise ohne Visum sogar reinkommen, also auch jetzt Vietnam als Beispiel.

00:20:57: Kannst du einfach einreisen und hast forty-fünf Tage frei?

00:20:59: Du brauchst nichts beantragen vor, du kommst einfach hin, legst einen Reisepass hin.

00:21:02: Muss nur gucken dass du in der Zeit durch bist!

00:21:04: Klar oder du bliehst einmal kurz raus für eine Stunde, kommst wieder zurück und hast wieder forty fünf Tage.

00:21:10: Musst noch nicht mal über Nacht kommen rein.

00:21:11: Aber

00:21:12: ist ja auch Routenplanung

00:21:12: ne?

00:21:13: Ist dann auch ein bisschen Routencplanungen Ja das immer ein bisschen individuell mit den Ländern.

00:21:18: Ich plan immer so ein oder zwei Länder im Voraus, wenn ich so eine grobe Route habe.

00:21:22: Wo ich mich dann informiere, was brauche ich tatsächlich?

00:21:25: Muss ich einen Visum beantragen?

00:21:26: Oftmals geht es online.

00:21:28: Manchmal musste man zur Botschaft hin oder so aber die meisten Visums Anträge gehen eigentlich heutzutage auch in so Ländern wie Tajikistan und Kyrgyzstan geht alles online.

00:21:36: So!

00:21:37: Was ist denn vor Weihnachten... ...zweitausendfünfundzwanzig passiert dass du gesagt hast nach so unzuviel achthundert Tagen oder was das war Guck jetzt doch mal

00:21:49: in der Heimat vorbei.

00:21:50: Ich guck

00:21:50: doch mal vorbeige.

00:21:51: Also war ja nicht geplant, ne?

00:21:53: Tatsächlich du wolltest im Neuseeland dann wirst wahrscheinlich noch ein bisschen Neuseeland geblieben und dann würdest du irgendwann im besten Fall die Heimreise antreten.

00:22:02: Die Heimreise jetzt zu der Zeit, vor allem mit dem Flugzeug war überhaupt nicht geplanet.

00:22:07: War sehr spontan.

00:22:08: ich habe glaube ich Montags den Flug gebucht und bin mittwochsabends geflogen oder sowas also zwei Tage nur nicht einmal zwei Tage vorher.

00:22:15: Das war super spontan gewesen.

00:22:18: Natürlich spielt man immer mal wieder so mit dem Gedanken gerade um die Weihnachtszeit, den Gedanken hatte ich letztes Jahr auch schon da waren es ja auch dann schon anderthalb Jahre gewesen.

00:22:25: so kommt man mal nach Hause Familie Freunde und zu sehen.

00:22:29: aber wäre diese Situation nicht so eingetreten gesundheitlich wie es jetzt dann am Ende gekommen ist wäre ich glaube ich auch nicht nachhause geflogen.

00:22:36: Okay, das heißt war eine kleine gesundheitliche Einschränkung?

00:22:39: Ja.

00:22:39: Ich hatte... ich war in Saigon oder Ho Chi Minh City der neue Name im ganzen Süden von Vietnam bin auch schon aus der Stadt raus auf dem Weg nach Cambodia gewesen.

00:22:50: Das waren so drei Tage, drei vier Tage, dreinhalb Kilometer ungefähr bis zur Grenze und an dem Tag als ich an die Grenze ankam ist es dann so schlimm geworden, dass ich einfach nicht mehr... Ich konnte weder auf dem Sattel sitzen noch überhaupt auf dem Stuhl sitzen.

00:23:04: Also in den drei Tagen wo ich von Saigon zur Grenze geradelt bin hat sich ein Obsess an der Bo-Backe entwickelt.

00:23:12: Schöner Platz hier!

00:23:12: Genau richtig schöner Platz.

00:23:14: Fürs

00:23:14: Radfahren perfekt

00:23:15: Ja aber ich meine zweieinhalb Jahre Das kann halt mal passieren.

00:23:20: Ich hab jetzt im Nachhinein auch von vielen Radfahrenden, Radreisenden als ich das so ein bisschen publik gemacht habe auf Instagram gehört ja ganz normal als Radfahrer kriegste das früher oder später vor allem wenn du so viel und solange auf dem Sattel fährst dann haste halt mal irgendwie eine kleine Wunde oder einen eingewachsene Haar irgendwas was sich entzündet.

00:23:38: beziehungsweise ist natürlich die Hygiene dann auch ein Faktor Wenn ich dann mal zwei, drei Tage nicht duscht.

00:23:46: Das ist jetzt nichts Ungewöhnliches.

00:23:48: Zwei, drei Tage mal nicht zu duschen auf der Reise.

00:23:50: Naja muss ja da sein ne?

00:23:51: Genau!

00:23:53: Und dann vielleicht auch jeden Tag die gleiche Fahrradhose anziehen... Ist ja klar dass du in gewissen Bakterienherd dann auch hast.

00:23:59: und dann hat sich das halt in den drei Tagen so schlimm entwickelt, dass ich keine Möglichkeit hatte da weiterzufahren.

00:24:07: Ich habe lange hin und her überlegt.

00:24:09: Und letztendlich mit einer Bekannten, die ich auf der Reise in Vietnam kennengelernt hab eben aus Saigon, aus der Stadt dann entschieden... ...mit dem Bus zurückzureisen nach Saigon.

00:24:21: Sechs sieben Stunden, wovor ich vorher drei vier Tage gebraucht habe.

00:24:25: Sie hat mir sehr geholfen mit Krankenhauskommunikationen.

00:24:28: Ich habe erstmal drei bis fünf Tage Antibiotika bekommen damit überhaupt dieser ganze abszessig wieder ein bisschen

00:24:35: Und damit es auch nicht

00:24:36: noch schlimmer wird.

00:24:37: Das eine ist ein lokales Ereignis, aber das kann natürlich ganz schnell... Das ist

00:24:39: auch nicht streut und so genau!

00:24:42: Dann musst du das klassisch aufgeschnitten ohne zu viel zu erzählen.

00:24:48: Ich musste ins Krankenhause auf jeden Fall und da haben sie mich dann eben entsprechend behandelt.

00:24:53: Und dann war auch klar dass ich mindestens zwei Wochen nicht fahren kann.

00:24:55: Das haben Sie mir schon im Voraus gesagt.

00:24:58: Deswegen bin ich erst gar nicht weiter gereist nach Kambodscha weil dort hätte ich nämlich nur Da wäre schon die Hälfte von meinem Visum weg gewesen, mit der Heilung und vielleicht noch mehr.

00:25:08: Und dann habe ich mich entschieden zurück nach Saigon zu reisen und hab das dort dann behandelt lassen und angefangen auszukrehen.

00:25:17: In der Phase kurz vor Weihnachten kam tatsächlich die Idee... Okay jetzt sind zweieinhalb Jahre... Ich

00:25:24: habe sowieso den Break einfach... Genau!

00:25:27: Ich kann das jetzt hier in der Stadt aussitzen.

00:25:31: Jetzt bin ich schon das zweite Mann der Stadt, beziehungsweise im Leben sogar schon das dritte Mal.

00:25:34: Ich war vorher schon mal in Saigon gewesen in der Vergangenheit.

00:25:37: Dann kann ich auch nach Hause fliegen und dann gab es eigentlich nur zwei Faktoren bei der Überlegung.

00:25:42: zum einen das Geld.

00:25:45: Klar, nach wie vor ist immer noch eine Budgetfrage und der Gedanke, den mich viel beschäftigt hat, was macht das mit mir?

00:25:54: Was macht das jetzt mit mir wenn ich nach Hauseflieg?

00:25:56: nach zweieinhalb Jahren Für die ganze Strecke, für die ich zweieinhalb Jahre mit dem Fahrrad gebraucht habe fliege ich in einem Tag anderthalb wie auch immer zurück.

00:26:04: Bin dann auf einmal wieder dort wo ich angefangen hab bleibe egal wie lang zwei drei Wochen und fliegt dann wieder zurück.

00:26:13: was passiert mit mir mental?

00:26:15: Wie geht es mir wenn ich wieder zurück komme?

00:26:16: Geht's mehr besser gehts mir schlechter zieht mich das runter baut mich das auf alle Leute zu Hause zu sehen mich dann auch wieder von ihnen zu verabschieden.

00:26:26: Das hat mich sehr beschäftigt und das hat mich eigentlich am meisten mit dem Gedanken ringen lassen, buche ich oder buche nicht.

00:26:34: und irgendwann habe ich für mich selber gesagt mach jetzt einfach gebucht fertig!

00:26:41: Es ist nur Geld!

00:26:42: Du provozierst natürlich eine Frage was hat es dir gemacht?

00:26:46: Weil du bist jetzt kurz vom Rückflug.

00:26:49: Ich würde aber sagen

00:26:53: Also es war sehr positiv.

00:26:55: Ich glaube den wirklichen Ausschlag sehe ich erst dann danach, den wirkliche Einfluss sehe ich vielleicht erst in ein zwei Wochen wenn man das auch mal alles ein bisschen reflektiert weil jetzt ist es noch zufriedlich fliege jetzt heute Abend zurück.

00:27:07: Ich war ja nicht ganz drei Wochen hier und ich habe natürlich fast schon einen Programm hier gehabt.

00:27:16: Klar, jeder will dich sehen.

00:27:16: Jeder

00:27:17: wollte mich sehen.

00:27:18: Ich habe ja auch sofort gesagt.

00:27:20: Okay, wann hast du Zeit für mich?

00:27:21: Ja

00:27:22: und wir haben den letzten Tag jetzt, siehst Du!

00:27:24: Also auch da merkst Du schon wie straff das teilweise gewesen ist.

00:27:28: aber es war auch schön.

00:27:29: also ich will das gar nicht schlecht reden um Gottes Willen Es war auch sehr schön.

00:27:32: es war sehr schön einfach Familie vor allem zu sehen Freunde Und dass ihr auch auf der Basis von der Überraschung.

00:27:39: ich hatte niemandem was erzählt dass ich komme.

00:27:41: ich hab meinen Eltern mein Geschwistern keiner hat gewusst dass ich komm ich habe einfach die Flüge gebucht.

00:27:46: Also die haben das dann wirklich viele erst in deinem Podcast

00:27:49: gehört?

00:27:50: Ja, entweder im Podcast dann gehört oder auch als ich einfach vor der Tür stand bei meinen Eltern.

00:27:54: Der halt auch dann sage ich mal am vierundzwanzigsten veröffentlicht wurde wo Menschen dann noch vielleicht was anderes zu tun haben als zuerst zu hören, oh was erzählt er denn nicht?

00:28:03: Was ist eigentlich passiert?

00:28:05: und da kam natürlich nachdem der Podcast rauskam nochmal mehr eine Flut an Nachrichten Noch mal mehr Leute, die dadurch mitbekommen haben.

00:28:12: Ich bin hier denen ich es vielleicht dann bis zu dem Zeitpunkt nicht selber sagen konnte und ich selber geschafft habe zu sagen, die ich nicht überraschen konnte.

00:28:20: Und dann wollten noch mehr Leute mich natürlich irgendwie sehen mit mir kommunizieren.

00:28:23: also ja War eine spannende Zeit.

00:28:26: Ich glaube bei dir, du hast mehr Eindrücke gehabt logischerweise weil du einfach jeden Tag woanders bist ständig neue Menschen siehst.

00:28:32: aber natürlich das Leben geht hier in der alten Welt auch weiter.

00:28:35: Genau.

00:28:36: Das heißt irgendwelche Neuerungen die du nicht mitbekommen hast gab es dann auch?

00:28:40: Ja ja selbstverständlich was ja auch ein großer Grund mit war für mich nach Hause zu kommen.

00:28:44: also das war mir vollkommen bewusst.

00:28:46: das Lebengeht hier auch weiter.

00:28:47: Hier steht's ja nicht einfach still.

00:28:48: deswegen und hier hat sich auch einiges verändert wobei ich auch sagen muss viele Dinge haben sich Auch nicht verändert tatsächlich, also das ist ja einfach...

00:28:56: Meinst du es die Welt noch verrückt wird hier?

00:28:58: Noch

00:28:59: ein bisschen verrückter wird aber auch viele Dinge sind auch gleich geblieben.

00:29:03: Aber das war ein großer Fakt dort zu sagen ich möchte jetzt mal nach Hause kommen um da ein paar Updates zu kriegen.

00:29:09: als Beispiel in den Raum geworfen Mein Bruder hat einen Sohn bekommen der ist jetzt anderthalb mein Neffe.

00:29:14: Den habe ich noch nie gesehen außer über einen Videocall.

00:29:18: Den kannte ich so nicht,

00:29:20: näher

00:29:20: mich auch nicht.

00:29:21: Ist das schön mit Video-Call?

00:29:23: Aber wir alle kennen es aus unserem beruflichen Alltag.

00:29:26: Es ist ein gutes Mittel aber es hat nicht die emotionale Bindung und Qualität wie eine Persönlichkeit.

00:29:31: Das kann sich

00:29:31: das Kindes nicht ersetzen.

00:29:34: Klar weiß der kleine Mann okay Hier gibt's einen Onkel noch, aber er reißt irgendwo in einem Fahrrad um die Welt.

00:29:40: den habe ich noch nie gesehen Und nicht nur das sondern Auch bei Freunden Abseits der Familie jetzt.

00:29:48: Viele haben Kinder bekommen, Häuser gebaut.

00:29:50: also wie du sagst das Leben geht da auch weiter hat sich natürlich viel verändert und es fand ich sehr schön dann dass auch mal mit einem gewissen zeitlichen Abstand an jetzt einfach zu sehen die Leute wiederzusehen Und da ein bisschen Zeit mit den Leuten eben zu verbringen.

00:30:04: Ich kann mir vorstellen Es kann sogar auch durchaus für die letzte Etappe noch einmal eine Stärkung sein

00:30:10: Zu

00:30:10: sehen Dass Du sagst ich komme nach Hause und die Bindungen stehen auch noch.

00:30:14: Das ist ja auch ein gutes Gefühl.

00:30:15: Ja

00:30:16: Das hat mir auf jeden Fall ein gutes Gefühl gegeben.

00:30:18: Ich reise auch generell jetzt mit einem guten Gefühl zurück, ich freue mich einfach dass sich die Leute in nach so langer Zeit einfach mal wiedersehen konnte wir uns ein bisschen Updates mitgegeben haben und auch einfach wie du sagst ein gutes gefühl gegeben haben.

00:30:35: Die Bindung ist da.

00:30:36: also bei ganz vielen habe ich mich wie vor zweieinhalb Jahren wie wenn ich nie weg gewesen wäre.

00:30:41: das war auch das Feedback von Freunden und Familie was ich bekommen hab.

00:30:46: Verrückt, dass ich eigentlich schon zweieinhalb Jahre weg bin.

00:30:48: Denkt man in dem Moment, wo man sich wieder sieht gar nicht und es fühlt sich auch direkt wieder sehr, sehr familiär, sehr vertraut einfach an.

00:30:55: Also ich hatte dich auch noch so ein enormer... Ein bisschen bist du ergraut!

00:30:59: Und die Haare sind ein bisschen lecker geworden?

00:31:00: Ja

00:31:01: gut, ich denke mal das ist einfach bedingt ja praktisch.

00:31:05: Aber ich wollte dir auch ganz bewusst wachsen lassen.

00:31:07: Die habe ich kein einziges Mal geschnitten auf der Reise bisher.

00:31:12: Es geht gleich weiter im Gespräch mit Pascal Eckert.

00:31:14: Gleich geht es weiter im Gespräch mit Pascal Eckert.

00:31:20: Mit dem Fahrrad von Mainz nach Neuseeland, das ist das Ziel von Pascal Eckart.

00:31:25: durch eine Erkrankung hat er ein Weihnachtsurlaub gemacht und es geht jetzt in Kürze in Vietnam weiter zurück in Flieger.

00:31:33: nette Menschen in Vietnam haben sich um deine Sachen die sind zwar wahrscheinlich übersichtlich aber trotzdem darum gekümmert dass sie eingelagert sind dass sie wieder da sind und das heißt dann setzt du dort...

00:31:44: Da setze ich jetzt an Freitag wahrscheinlich wieder an.

00:31:48: Okay,

00:31:48: und dann geht es?

00:31:50: Dann gehts wieder Richtung Kambodscha.

00:31:52: Dort wo ich ursprünglich hin wollte bevor ich die Rückreise nach Saigon angetreten habe.

00:31:56: Und

00:31:57: was liegt denn jetzt noch vor dir?

00:31:59: Also Kambodsa als nächstes.

00:32:01: das wird sich dann noch zeigen ob ich direkt von Kambodge nach Thailand rüber komme.

00:32:05: Das wäre eigentlich meine Wunschroute.

00:32:08: da gibt's ja aber ein bisschen Spannungen.

00:32:10: das kriegt man glaube ich bei uns hier gar nicht so mit.

00:32:13: Wir haben mit uns selbst genug

00:32:15: zu tun hier und wir haben genug Weltpolitik.

00:32:21: Da ist man einfach auch so ein bisschen außen vor in Europa, habe ich das Gefühl.

00:32:24: Da gibt es gerade ein bisschen Spannung.

00:32:26: also die Grenzen sind aktuell dicht.

00:32:28: Ist noch ein guter Monat hin wenn ich einen Monat in Kambodscha verbringe.

00:32:31: Ich glaube nicht dass sich was tut Also werde ich wahrscheinlich nochmal nach Laos einreisen müssen.

00:32:36: dort bin ich zumindest im Norden schon gewesen Im Süden von Laos jetzt noch nicht Und dann über Laos Thailand einreisen quasi noch mal so einen kleinen Schlenker, weil Cambodia und Thailand einfach sagen Grenzen sind zu.

00:32:46: Hier kommt keiner rüber.

00:32:48: Und dann ja mache ich Thailand Fahrt quasi von Osten nach Weste und dann Südwesten runter.

00:32:54: diesen Zipfel nenn ich es mal von Thailand Richtung Malaysia.

00:33:00: Singapore ist jetzt nicht riesig aber das werde ich mir schon Mal angucken

00:33:05: Wenn ich

00:33:05: schon mal in der Ecke bin.

00:33:07: Da wirds auch wieder spannend Weil bis dahin ist ja tatsächlich eigentlich alles Rheiner Landweg.

00:33:13: Hier und da habe ich mal eine Fähre genommen, okay?

00:33:15: Aber von Singapur dann nach Indonesien rüber.

00:33:18: das werden ein bisschen längere Schiffsfahrten auch.

00:33:21: Und auch in Indonesien selber ist ja sehr sehr zerstückelt Okay sich groß.

00:33:26: das land war mir so auch gar nicht bewusst aber sehr viele Inseln-Inselgruppen.

00:33:31: Bali kennt wahrscheinlich jeder aber dass es ja auch nur eine relativ kleine Insel eigentlich von Indonesien.

00:33:36: Also werde ich da so ein bisschen Stück für Stück mich mit Schiff und Land Vorwärts oder auf dem Schiff und dann auf dem Land vorwärz bewegen mit dem Fahrrad, da kommt man gut voran.

00:33:47: Und dann muss ich schauen wie nach Australien komme.

00:33:49: Die

00:33:49: Lösung habe ich aktuell noch nicht.

00:33:53: Da bin ich noch dran.

00:33:55: Wunsch wäre es wenn ich einen privaten Segler oder sowas finde oder eine private Segel Crew finde die von Indonesia am besten nach Australiens segeln und mich mitnehmen Ich eine Zeit auf einem Segelboot verbringen kann, finde ich super spannend das mal mitzukriegen.

00:34:13: Muss natürlich auch irgendwie mit Fahrrad passen und dann einfach sowas wie ja dort volunteern und einfach helfen auf dem Segelboot und dafür mitgenommen werden.

00:34:23: Flugzeug wäre dir zu schnell?

00:34:25: Flugzeug wär mir zum einen so schnell!

00:34:26: Das ist aber die Lösung habe ich mehr oder weniger schon parat.

00:34:29: Das ist die Bäckerblösung.

00:34:31: also ich weiß dass es von Bali sehr gute Verbindungen nach Australien gibt.

00:34:35: Bali ist quasi das Mallorca der Australia was für uns Deutsche Mallorca ist, für die Australier Bali und da kann ich relativ entspannt täglich für kleines Geld rüberfliegen.

00:34:48: Das ist mein Backup!

00:34:50: Fliegen ist halt immer das Ding mit dem Fahrrad.

00:34:52: Das eigentlich so der Hauptknackpunkt.

00:34:54: Du brauchst eine Kiste.

00:34:55: du musst das ja fast komplett zerlegen damit es in die Kiste reinpackt.

00:34:59: Du hast das Gewichtslimmen weil aktuell jetzt als Beispiel mein Fahrrad wiegt immer noch sechsundfünf, fünfundsechzig bis siebzig Kilo je nachdem wie viel Wasser ich dabei habe.

00:35:09: Klar da ist auch Essen und so mit drin aber das muss sich ja alles irgendwie dann auf zweiunddreißig Kilo runter reduzieren weil dass es das Maximum Gewicht was die Fluggesellschaft transportiert und dann brauche ich die Kiste.

00:35:21: also da ist mit Aufwand verbunden einfach.

00:35:25: Deswegen ist Fliegen immer...

00:35:26: Was für ein Ballast im Leben, ne?

00:35:28: Ja man auf hohem Niveau.

00:35:29: Ich weiß, na klar!

00:35:31: Also

00:35:31: wenn ich überlege was wir alles für einen Ballast mit uns schleppen, das ist eher Tonnen.

00:35:35: Aber ja, da ist der Aufwandfaktor einfach mit drinne beim Fliegen auch wenn du dann natürlich deutlich schneller unterwegs bist, sehr klar.

00:35:45: Gut, es ist eine richtige Beschleunigung von den letzten zwei Jahren eigentlich gar nicht dabei oder kaum.

00:35:52: Und Australien Mein Wunsch ist einmal von West nach Ost, von Perth im besten Fall bis nach Sydney.

00:35:59: Wenn sich zeitlich ausgeht aktuell soweit meine Recherche reicht kriege ich nur drei Monate Visum für Australien und dann muss ich in drei Monaten fünf tausend fünfhundert Kilometer fahren also knappe zweitausend im Monat.

00:36:14: Ich glaube du kannst dort sogar auch verlängern das habe ich gerade gehört.

00:36:19: aber sehr speziell, dann musst du Farmarbeit leisten und das ist natürlich etwas was glaube ich nicht in deinem

00:36:26: Ja unter Umständen noch

00:36:29: einen schönen Platz gibt.

00:36:30: Das habe ich jetzt mal so gedanklich offen gelassen vielleicht auch dort nochmal ein bisschen das Budget aufzufrischen.

00:36:37: weil in den Ländern in denen ich jetzt bin macht es keinen Sinn die sind zum einen also günstig dass Lebenshaltungskosten super niedrig sind im Moment oder sehr niedrig Und gleichzeitig würdest du nicht viel verdienen dort, wenn du arbeiten würdest.

00:36:50: Also das macht erst wirklich ab Australien wieder Sinn.

00:36:54: Ich fand es aber... also als ich das gelesen habe, ich fand das eigentlich eine schöne Idee.

00:36:58: Das ist weil, ich sag mal drei Monate, das reicht für Urlaub und irgendwie Winteraufenthalt, wenn dir das leisten kannst bestens.

00:37:06: Und jeder der halt länger bleiben will darf halt einen Beitrag leisten.

00:37:10: Genau!

00:37:10: Ich finde das

00:37:11: eine schöne Idee.

00:37:12: Ja,

00:37:12: das gab's auch früher schon.

00:37:13: Ich hab ja Travel and Work gemacht quasi in Australien, Neuseeland Vor... Boah, schallack mich tot.

00:37:20: Fünfzehn Jahren sowas in dem Dreh.

00:37:21: Zwei-tausend acht?

00:37:23: Ja was sind das jetzt?

00:37:24: Siebzehn?

00:37:24: Achtzehn Jahre?

00:37:25: Das

00:37:25: ist alles

00:37:26: so... Wahnsinnig weit weg!

00:37:28: Also Anfang zwanzig, jetzt bin ich vierzig, ja also achtzehn jahre und da gab es auch schon.

00:37:34: wenn du neunzig Tage, sag' ich mal gemeinnützige Arbeit, Governmentarbeit, Farm auf der Farm usw.

00:37:41: gearbeitet hast dann hast Du Anspruch auf ein zweites Visum bekommen.

00:37:44: diese Regelung ist aber ... in dem Ausmaß für ein einjähriges Visum nur bis zu thirty-fünf bist.

00:37:50: Also das greift leider nicht mehr bei mir.

00:37:51: Okay,

00:37:52: wusste ich nicht!

00:37:53: Ich habe es nur tatsächlich im Fall von der jüngeren Frau gelesen.

00:37:55: Ja genau,

00:37:56: ja... Das ist bis thirty-five sehr komfortabel.

00:37:59: Das kriege ich nicht mehr hin.

00:38:01: Ich hab aber auch Leute kennengelernt die sich auf ein längeres Visum beworben haben.

00:38:05: halbes Jahr oder ein Jahr für Australien ist dann natürlich ein bisschen aufwendiger, kostspieliger auch scheint aber möglich zu sein

00:38:12: Wenn denn die drei Monate realistisch für die Strecke?

00:38:15: Realistisch ja,

00:38:16: aber auch nichts passieren.

00:38:17: Aber

00:38:17: halt auch sportlich dann schon.

00:38:20: also das wird schon gehen Zumal ich die Wüste auch durchqueren muss in Australien.

00:38:26: Ich

00:38:26: glaube Australien ist auch sehr speziell weil irgendwie die Menschen leben hauptsächlich in den Küstenregionen und im Land ist eigentlich gar nicht so.

00:38:33: Im

00:38:33: Landesinneren ist hier auch fast nur rote Wüster Also da ist kaum Leben.

00:38:39: es gibt eine Stadt so Alice Springs wirklich genau im Zentrum.

00:38:42: Aber davon abgesehen, ich bin diese Strecken ja damals auch mit dem Auto halt gefahren als ich dort war.

00:38:48: Da fährst du tausend Kilometer am Tag beim Auto oder siehst du nix?

00:38:50: Da ist kein Dorf gar nichts!

00:38:52: Also das wird wiederum eine logistische Herausforderung für mich.

00:38:56: mit dem Fahrrad in Nepal habe ich jemand kennengelernt der das gemacht hat einen deutschen tatsächlich mit dem fahrrad auch von Perse nach Sydney und er hat gesagt Prinzip bleibt dir nur zwei Möglichkeiten, entweder du musst jede Menge Wasser mitnehmen oder du musst jeden Tag mindestens zweihundert Kilometer fahren weil das ungefähr der Abstand von Tankstelle zu Tankstell ist.

00:39:13: Damit du Wasser auffüllen kannst.

00:39:15: Okay Oder du musst halt so viel Wasservorrat mitnehmen, der dann für mindestens zwei oder mehr Tage reicht.

00:39:21: Das macht ja natürlich alles wieder

00:39:23: schmielig.

00:39:23: Ja genau, Gewicht.

00:39:24: Da sprechen wir von zehn Litern pro Tag.

00:39:28: also sechs sieben brauchst du zum Trinken bei der Hitze.

00:39:32: Und wenn du da noch ein bisschen was kochst...

00:39:34: Wie machst Du das überhaupt?

00:39:35: Ich meine, man hat jetzt immer so das Bild.

00:39:37: Man läuft mit kurzen Hosen und T-Shirt.

00:39:39: Das kannst du ja gar nicht machen!

00:39:43: Wenn du in der Sonde darum fährst...

00:39:44: Ja

00:39:44: nein,

00:39:45: dann ziehst du eher langen.

00:39:46: Mittlerweile bin ich auch schon so... Ich ziehe eher etwas Langärmliches an, weil ansonsten verbränne ich einfach.

00:39:51: Ich bin kein Freund von Sonnencreme gerade in Verbindung mit Sport und Schweiß.

00:39:55: also diese Kombination von Schweiß und Sonnencremen auf meiner Haut ist Nichts für mich und demnach ziehe ich mittlerweile einfach dünne langärmliche Sachen an um mich vor der Sonne zu schützen.

00:40:06: Gut machen ja viele südliche Länder tatsächlich auch, das heißt...

00:40:08: Schwitzt du wiederum ein bisschen mehr?

00:40:10: Ist ja klar, ist noch mal ein bisschen heißer wenn es langärmlig ist aber du hast trotzdem den direkten Sonnenschutz erstmal auf der Haut Und das wird wahrscheinlich dort auch weiterhin so laufen, denke ich.

00:40:21: Das heißt da machst du dir jetzt logischerweise dann... Ich fange

00:40:24: so nach und nach an

00:40:25: zu überlegen wie ziehst du es durch?

00:40:27: Aber zweihundert Kilometer ist es zu schaffen, das ist schon ordentlich ne?

00:40:30: Das

00:40:30: ist schon Ordentlich!

00:40:31: Das geht weil das ist zum Glück relativ flach.

00:40:34: Australien der Gegenwind spielt eine große Rolle, das mag man gar nicht glauben.

00:40:38: aber wenn du ein gewisses Niveau an Gegenwind hast Voll Power auf dem Fahrrad da reintreten und fährst trotzdem nur zehn Kmh.

00:40:46: Ich weiß nicht was dafür ein Gegenwind ist, ich hatte das mal in eine Nordsee auf irgendeiner Insel mit dem Wind fahren es herrlich.

00:40:53: dagegen ist

00:40:54: der Euro

00:40:56: Da sind fünf Kilometer irgendwie einer eine Katastrophe.

00:41:00: Ja vor allem wenn du so einen Fahrrad fährest wie ich jetzt mit Taschen vorne Taschen hinten Du bist ja wie ein Panzer.

00:41:06: Der wind freut sich wenn er sich bei dir festhalten kann.

00:41:10: Gleich geht es weiter.

00:41:10: im Gespräch mit Pascal Eckert.

00:41:12: Er ist im ungeplanten Weihnachtsurlaub nach Deutschland zurückgekommen, aber er möchte seine Tour fortsetzen.

00:41:17: Er möchte von Mainz mit dem Fahrrad nach Neuseeland fahren in Vietnam.

00:41:21: Geht das jetzt weiter?

00:41:23: Ich glaube die letzten Wochen hattest du gar nicht so viel Zeit nachzudenken weil halt zuviel passiert und so viele Eindrücke da sind.

00:41:30: Aber nichtdestotrotz ich glaube je dichter man an das Ziel kommt kommt doch auch der Gedanke über die Zeit danach.

00:41:37: Auch wenn du sagst, das ist jetzt vielleicht nicht so stark aber irgendwann ist man am Ziel und das ist zwei Drittel geschafft.

00:41:46: Ein Drittel liegt noch vor dir,

00:41:47: d.h.,

00:41:47: dass schon irgendwie planbar oder es wird endlich das

00:41:51: Ziel?

00:41:53: Die Frage ist... Ich weiß nicht ich wäre zumindest okay.

00:41:57: Ich kann mir vorstellen in den alten Job zurück Unwahrscheinlich.

00:42:02: Kann ich mir nicht vorstellen.

00:42:04: Also das Gefühl hat sich natürlich schon entwickelt, die Gedanken sind auch schon so weit gereift.

00:42:10: Ich kann mich aktuell nicht vorstellen, sage ich mal wieder von nach der Reise zurück zu gehen auf das davor im Sinne von okay Das war einfach jetzt eine Reise und jetzt bin ich wieder am Anfang wo ich vorher war Und ich gehe wieder in meinen Job und mache wieder nine to five.

00:42:28: Ich glaube, das wird nicht passieren.

00:42:30: Ich kann mir nicht vorstellen wieder mich in dieses sogenannte Hamsterrad zu setzen und Nine to Five zu machen.

00:42:38: Das bin ich nicht mehr.

00:42:39: Da liegen ja tausende Tage Gedanken dazwischen.

00:42:41: Ja auch

00:42:42: unter dem Aspekt Und das habe ich über die Zeit festgestellt Das ist natürlich das was bei vielen Leuten so ankommt Ich mache eine Reise und eine Reis bedeutet für Leute Urlaub Zum einen aber auch endlich.

00:42:55: Also es gibt ein Anfang und ein Ende.

00:42:57: Mittlerweile ist es für mich aber so und deswegen ist das auch vielleicht ein bisschen ausgeufert.

00:43:03: Wir haben ja am Anfang über anderthalb zwei Jahre gesprochen, jetzt sind's schon zweieinhalb und es

00:43:08: werden

00:43:09: locker über drei.

00:43:11: Aber diese Reise ist für mich nicht mehr eine Reise mit einem Ziel oder dem Ziel einfach nur in Neuseeland anzukommen sondern die Reise war mein Leben aktuell.

00:43:21: Das hat einen ganz anderen Bezug zu mir gewonnen.

00:43:26: Ich habe natürlich noch Neuseeland als Ziel.

00:43:29: Ja, aber das Ziel hat er... Das ist ja nur so eine psychologische Sache.

00:43:32: Genau!

00:43:32: Also ich weiß nicht, es kennt glaube jeder.

00:43:34: Das heißt wenn ich irgendwie sage, ich muss jetzt irgendwie heute nochmal raus an die frische Luft und mache einen Spaziergang dann baue ich mir auch irgendein Ziel.

00:43:43: Das liegt in uns tief drin?

00:43:44: Ja,

00:43:45: für mich einfach Neuseeland ist hauptsächlich noch das Ziel weil ich zum Einen das natürlich gerne erreichen würde.

00:43:51: Das hab' ich mir so als Ziel am Anfang gesetzt.

00:43:54: Es ist aber auch einfach das Ziel, um eine grobe Route zu haben.

00:43:57: Um nicht völlig planlos links rechts überall hinzufahren so ungefähr und ja um eine Richtung einfach zu haben.

00:44:04: Aber wie man so schön sagt der Weg ist eigentlich das Ziel Und Neuseeland steht nur da ganz am Ende nach wie vor dieser Leuchtturm im ganzen Norden des Landes.

00:44:16: Das wird ein super spannender emotionaler Moment werden dort anzukommen.

00:44:23: Ob ich dann schon weiß, was ich danach mache?

00:44:26: Boah das kann ich dir im Moment gar nicht sagen.

00:44:27: Ich kann dir eins sagen, ich weiß... ...ich werde nicht von Neuseeland mit dem Flieger zurück nach Frankfurt fliegen!

00:44:33: Das wird auf gar keinen Fall passieren weil... ...das hab' ich sehr früh gemerkt.

00:44:37: Denst du zu

00:44:37: einfach?

00:44:38: Zu einfach und das wäre glaube ich zu viel Schock auch.

00:44:42: Also da habe ich auch schon so ein bisschen einen Plan oder eine bisschen Idee.

00:44:46: Ein plan will ich es nicht nennen aber eine Idee im Hinterkopf.

00:44:50: Wenn ich zurückfliege vom Neuseeland nach Europa dann wird's weiß ich nicht, Portugal oder Spanien und dann mit dem Fahrrad.

00:44:57: Also auch wieder mit dem Rad nach Mainz reinfahren und dann Bodenheim?

00:45:00: Das

00:45:01: ist auf jeden Fall wäre auch jahreszeitmäßig ganz gut.

00:45:03: wenn Neuseeland Sommer ist es hier der Winter und wenn ich dann in Neusealand sozusagen durch bin dann kommt hier der Frühling dann kann ich hier schön in den Sommer rein Rollen sozusagen.

00:45:13: Das heißt

00:45:13: langsam wieder ins Leben reinfahren?

00:45:15: Ja, ich glaube das

00:45:16: kannst du nach so einer langen Zeit auf dem Fahrrad und dann einfach hier mit dem Flieger wieder ankommen.

00:45:22: Da wird sich wie ich eben gesagt habe da wird es sich ja nur nicht mal lohnen in Frankfurtes Fahrrad wieder auszupacken Aus der Kiste und zusammenzubauen für die dreißig Kilometer nach Bodenheim zu fahren Dann fährst wahrscheinlich noch mit dem Auto nach, nee das kann ich nicht machen Das hab' ich schon relativ früh gemerkt

00:45:37: ist aber vielleicht auch eine ganz gute Strategie zu sagen pass auf da bin ich vielleicht noch zwei drei Wochen unterwegs oder vielleicht auch länger, um einfach dann tatsächlich die finalen Gedanken.

00:45:46: okay ich bin bald wieder im alten Leben in Anführungszeichen aber das alte Leben gibt es ja so nicht mehr.

00:45:52: Was mache ich?

00:45:52: Genau was mache ich.

00:45:54: und natürlich gibts da auch ganz wilde Spinne rein in meinem Kopf Die sagen naja gut Neuseeland Das war jetzt soweit wie's nur geht von Deutschland weg.

00:46:03: Jetzt bist du schon soweiter unten Ob ihr nach Europa fliegst oder ob du nach Südamerika fliegs als Beispiel Das ist die gleiche Entfernung tatsächlich.

00:46:15: Vielleicht fliegst du noch nach Südamerika, nimmst du nach Südemerika mit und kommst dann nach Portugal und fährst nach Hause?

00:46:20: Also auch da... Ja ich habe für mich gesagt zwei kritische Faktoren.

00:46:27: das eines leider nach wie vor immer noch das Geld.

00:46:30: entweder muss sich irgendwo halt dann das Budget aufstocken und arbeiten das ist dann einfach die Entscheidung die ich treffen muss irgendwann wenn es dann mal kritisch wird.

00:46:39: im Moment bin Okay-Bereich.

00:46:42: Und das andere ist der Faktor Spaß und Motivation.

00:46:45: Solange ich noch Spaß habe, und Motivertion hab' Das

00:46:48: scheint ungebrochen zu sein.

00:46:49: Das weiterzumachen werde ich das auch weiter machen, weiter verfolgen.

00:46:54: Gleich geht's weiter im Gespräch mit Pascal Eckert.

00:46:57: Pascal Eckart mit dem Fahrrad von Mainz nach Neuseeland – dass es sein Ziel.

00:47:03: bis nach Vietnam ist er schon gekommen.

00:47:05: aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen hat er eine Winterpause gemacht in Deutschland aber jetzt gehts in Vietnam weiter.

00:47:11: Er ist mein Gesprächspartner.

00:47:14: Das Faszinierende ist ja, das kann man glaube ich auch in unserem Gespräch gar nicht darstellen, dass es hier die Unmenge von Menschen, die man kennenlernt... Ich weiß nicht, du hast wahrscheinlich jetzt so viele Lebensentwürfe gesehen?

00:47:24: Das ist ja unvorstellbar!

00:47:25: Ja genau also du siehst ja wirklich von traurigerweise keinerlei Lebensvorstellung in irgendwelchen unbekümmerten Dörfern im Hinterland von Indien bis zu den größten Lebensvorstellungen, die eben Leute mit viel Geld im Hintergrund haben.

00:47:45: Siehst ja wirklich alles auf der Reise.

00:47:47: Ich finde es halt auch ganz viele Gespräche, die dann stattfinden mit Menschen und die dich auf ganz andere Ideen bringen, die du so vorher vielleicht gar nicht gehabt hast.

00:47:57: Und was ich für mich daraus gezogen habe sind hauptsächlich sehr flexible Lebensmodelle, Spaß verbunden sind, auch ein Großteil glaube ich was sich gemerkt habe ist mit Leben das draußen stattfindet.

00:48:13: Kein Job im Büro sondern irgendwas was ich draußen machen kann wo ich unterwegs bin, wo ich in der Natur bin und einen Bezug mehr zu der Welt einfach hab als irgendwie vor einem Bildschirm zu sitzen, bös gesagt.

00:48:27: also das habe ich für mich auch gemerkt.

00:48:28: und da findest du die interessantesten Menschen Nicht nur in den jeweiligen Ländern, sondern du überschneidest dich ja auch immer mal wieder mit anderen Reisenden und auch da sind sehr viele.

00:48:38: Und mit der Dauer je nachdem wie lang man zusammen ist auch sehr intensive Gespräche natürlich geführt worden.

00:48:46: Du hast einfach den Horizont unglaublich erweitert was die Möglichkeiten angeht wie man sein Leben gestalten kann

00:48:54: Und ich glaube, das Spannende ist, dass... Ich lerne hier auch viele Menschen kennen und witzigerweise ist dieses Thema glücklich oder unglücklich.

00:49:03: Es hat so wenig mit Geld zu tun!

00:49:04: Ja

00:49:05: ganz wenig also... Das

00:49:09: ist verrückt ne?

00:49:10: Man denkt immer oah wenn das nicht das eintrifft aber nein die Menschen die am wenigsten haben führen oft ein glückliches Leben.

00:49:16: Ja

00:49:16: ja das habe ich ganz stark auf dieser Reise kennengelernt und es für mich selbst jetzt auch so.

00:49:23: Ich lebe ja auf einem sehr, ich will es noch nicht mal bodenständig nennen sondern eigentlich sehr kleinen Budget und sehr sparsam.

00:49:39: Für

00:49:39: viele trotzdem noch Luxus?

00:49:40: Genau das ist wiederum die andere Seite also dass was ich habe für viele Luxus andersrum für uns unsere westlichen Vorstellungen vielleicht auch ein bisschen natürlich Konsumverhalten für den Kapitalismus, unvorstellbar was ich da mache.

00:49:54: Also ich lebe mit drei T-Shirts und drei Boxershots zwei paar Socken so ungefähr jetzt mal ein paar Sachen in den Raum geworfen das kann man sich einfach können die Leute sich kaum vorstellen hier.

00:50:04: aber dass ist nicht das was du brauchst.

00:50:06: Du brauchst keiner Masse an Dingen um glücklich zu sein.

00:50:09: also Ich hatte teilweise die besten Momente In den schwierigsten Situationen gerade in den schwierigen Situationen wo du eigentlich denkst, das Wetter ist mies.

00:50:24: Mir geht es eigentlich nicht gut körperlich also so viele Faktoren die eigentlich nicht good sind vermeintlich nicht gut sind.

00:50:30: aber du fühlst dich einfach frei, du fühlt sich einfach happy und du kannst einfach die Momente genießen egal was außen rum passiert.

00:50:40: Du hast auch in dem Podcast kann man das sehr schön hören auch manchmal ein bisschen gehadert Aber ich glaube ich habe nie diesen Abbruchmoment gespürt.

00:50:49: Den hatte ich, ich weiß nicht ob ich den vielleicht nicht so kund getan habe aber so einen richtigen Abbruchmoment gab es eigentlich nie.

00:50:55: Ja

00:50:55: also war auch mein Eindruck das heißt du war schon... Also gibt's glaube ich zwei drei Episoden wo man schon merkt gerade kippelt ein bisschen in der Stimmung weil halt irgendwie keine Ahnung irgendwas Blödes passiert ist und dann irgendwie ist der Platz nicht schön und es kommen dann so tausend Sachen es tut irgendwas weh Und ja,

00:51:13: kommen viele Sachen zusammen.

00:51:15: Also gerade wenn gesundheitliche Dinge mit reingespielt haben das war natürlich immer so ein Thema gewesen Wenn ich gesundheitlich Schwierigkeiten hatte wenn es mir gesundheitlicher einfach nicht gut ging Ich dann vielleicht auch nicht so viel Fahrrad fahren konnte wenn das Wetter unglaublich Ja mies will ich nicht sagen aber anspruchsvoll auf jeden Fall war also als Beispiel in Vietnam Als wir von Marco und ich damals von China nach Vietnam eingereist sind im Norden drei wochen lang jeden tag über vierzig grad und neunzig prozent luftfeuchtigkeit.

00:51:48: du hörst nie auf zu schwitzen auch nachts nicht egal was du machst.

00:51:53: das sind natürlich dinge die zähren dann irgendwann einfach an dir.

00:51:56: dass macht es einfach anstrengend und du kannst es nicht mehr so genießen.

00:52:00: da ist ganz viel mentale arbeit notwendig zu sagen ok ich gehe absolut am meinem körperlichen limit jetzt hier jeden tag aufs neue weil dann natürlich noch berge hochfahren usw.

00:52:12: Aber ich kann es trotzdem genießen, das ist ganz schwierig.

00:52:15: Wenn du körperlich so belastest wirst, dass du das dann trotzdem noch genießen kannst.

00:52:21: und diese Momente sind schwierig.

00:52:23: aber auch da habe ich jedes mal wieder gemerkt im Nachhinein Es gibt immer wieder gute Phasen, es gibt immer auch schlechte Phasene, aber es gibt auch immer wieder Gute.

00:52:33: nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch Und Du kannst so viel Energie daraus ziehen wenn Du solche Situationen überstanden körperlich und mental gemeistert hast und geschafft hast, dass das motiviert dich dann auch einfach weiterzumachen.

00:52:47: Deswegen so einen wirklichen Moment wo ich sage jetzt habe ich keinen Bock mehr jetzt lasse ich einfach alles stehen liegen fahren nach Hause den gab es nicht.

00:52:55: Ich hatte natürlich Situationen

00:52:57: gut aber das ist natürlich ich sag mal dass sie eigentlich fast normal hat ja hier einmal ein Tag vor sagt heute läuft gar nichts und jetzt wird was den tag rumgehen und morgen gehts weiter.

00:53:06: Ich glaube du bist aber auch mit dieser mentalen Ausstattung losgefahren, sag ich mal.

00:53:11: Das war halt einfach du wolltest in das Ziel kommen oder willst an das Ziel kommt und deswegen stellt sich diese Frage wahrscheinlich... Auch mental

00:53:17: einfach auf der Reise nochmal ganz anders gewachsen.

00:53:19: für mich selber natürlich wie Du sagst so Situation hat dann jeder Mal die kommen vielleicht auf so eine reise ein bisschen öfter.

00:53:27: also für mich gefühlt würde ich sagen Die diese ausschläge von gut und schlecht oder guten tagen schlechten tagen Höhen und Tiefen die sind einfach zum einen Vielleicht ein bisschen mehr geworden und zum anderen dann intensiver.

00:53:42: Also die Hochmomente sind so viel mehr intensiv, dafür die tiefsten Momente vielleicht auch.

00:53:47: Und dann hast du so Situationen wo du natürlich denkst das habe ich nicht oft gedacht aber Das war dann meistens der Gedanke in so schwierigen Situation Was mache ich hier eigentlich?

00:53:56: Warum mache

00:53:57: ich das?

00:53:58: Das ist so die Frage die ich mir dann immer gestellt hab warum mache ich dass eigentlich?

00:54:02: Ich könnte einfach irgendwo In einem Kaffee sitzen oder auf der Couch oder sonst irgendwas.

00:54:06: Warum mache drei Tage am Stück ein Berg hoch war in Tajikistan.

00:54:12: Und mich quäle bis zum Geht nicht mehr, warum mache ich das?

00:54:16: Ja und wenn ich oben war...

00:54:18: Vielleicht für ein gutes Essen am Etappenziel?

00:54:21: Also da gibt es so viele Antworten auf die Frage.

00:54:25: und jedes Mal wenn diese Situation dann eben wieder überwunden wurden Wenn ich dann oben auf den Berg ankam oder wenn's aufgehört hat zu regnen Wenns einfach kühler wurde Oder du auch mal einen Zimmer bekommen hast mit einer Klimaanlage egal was Dann wusstest du Okay, ich weiß wieder wofür ich das mache und ich kann dann auch eben diese schwierigen Situation anders händeln.

00:54:46: Ich kann das anders ja mitnehmen schon fast und kann wieder die guten Situationen dann auch nochmal auf eine ganz andere Art und Weise genießen.

00:54:58: So was erlebt man kulinarisch auf der Reise?

00:55:01: Was ist

00:55:03: das beste Land?

00:55:04: Die beste Landfrage, die habe ich wirklich oft gehabt.

00:55:06: Da tue ich mir ganz schwer mit zu beantworten weil für mich kein Land jetzt rauspicken würde wo ich sage das stand über allem aber meistens.

00:55:18: auf diese Frage ist meine Antwort die beeindruckendsten Länder waren oftmals die über die du vorhanden wenigstens wusstest oder die wurde sogar negative wie sagt man Einstellung oder negative?

00:55:33: Naja, weil ich glaube natürlich wenn du ohne Erwartungshaltung in ein Land fährst kannst Du ja im besten Fall nur positiv überraschieren.

00:55:40: Richtig Ja das ist der Tatso.

00:55:42: und bei anderen Sachen.

00:55:43: Ich wollte aber noch am Schluss jetzt hier nochmal auf die Kulinarik.

00:55:45: Das heißt Wo

00:55:47: gibt's das beste Essen?

00:55:48: Ja wo gibt es das beste essen oder?

00:55:50: Es ist sehr subjektiv.

00:55:51: Sehr subjektif.

00:55:52: Ich hätte

00:55:52: jetzt Indien schon irgendwie...

00:55:53: Indien war unglaublich gut.

00:55:55: dass Essen sehr vielfältig Vielleicht nicht unbedingt das gesündeste muss man sagen Aber eine riesige Vielfalt Da hast du halt immer das Ding, dass du ein bisschen aufpassen musst.

00:56:05: Was ist so, damit es dir nicht unbedingt schlecht geht?

00:56:08: Das heißt diese Straßenküchen und sowas.

00:56:09: Genau ja, oder

00:56:10: auch

00:56:11: mit der Schärfe was innen jeder kennt.

00:56:13: also selbst wenn du sagst bitte nicht scharf dann wird's trotzdem scharf genug.

00:56:18: Wir haben mal einen Koch-Kurs gemacht, so einem Kochabend mit ich weiß gar nicht was für... Also es war irgendetwas Asiatisches Und es hieß von der.

00:56:31: Ich glaube, es war sogar auch Vietnam.

00:56:33: Sie nannte es Baby-Scharf und wir konnten es gerade so essen.

00:56:38: Also Baby-Charf sagte sie immer und hat sich über uns lustig gemacht.

00:56:41: aber bei uns hat alles gebrannt.

00:56:43: Die Schärfe in den Ländern, gerade jetzt auch Südostasien das hatten ganz anderes Niveau.

00:56:48: Kulinarisch kann ich auch noch mit einwerfen der Iran und das was eigentlich eben sagen wollte der Iran war für mich auf die Frage nach dem besten Land War der Iran oftmals die Antwort als bestes Land.

00:57:00: wenn ich das ins Verhältnis setze von den Erwartungen oder das, was man im Kopf hat vom Iran gerade bei uns in der westlichen Welt und dem wie es tatsächlich ist.

00:57:09: Der Unterschied war am größten.

00:57:11: Bei allen anderen Ländern kannst du so ein bisschen sagen trifft vielleicht die Erwartung ein Stück weit immer zu.

00:57:17: natürlich weich das auch ab aber der Iran hat Von den Erwartungen Und was wir für'n Bild vom Iran haben zudem wie's tatsächlich ist Die größte Diskrepanz gehabt.

00:57:27: also der Iran war für mich unglaublich schön, auch kulinarisch, landschaftlich die Menschen.

00:57:34: Ich glaube ich habe kein hilfsbereiteres und gastfreundlicheres Land erlebt als den Iran auf der Reise jetzt.

00:57:43: Ist für uns nicht so einfach vorstellbar?

00:57:45: Ich glaube dass wir natürlich nur medial geprägte Bilder haben und die sollten wir alle mit Vorsicht genießen weil das natürlich es sind Ausschnitte, es sind Dinge, es ist politisch gefärbte Dinge.

00:57:56: Das heißt, eine politische Lage in einem Land sagt nicht über die Menschen im Land raus.

00:58:01: Richtig!

00:58:01: Also ich will nie, um Gottes Willen, dass der Iran politisch oder so ein tolles Land ist auf gar keinen Fall.

00:58:07: Wir können ja nur die Begegnung mit Menschen haben.

00:58:10: Wir sehen dann zwar auch das politische System aber wir können es jetzt nicht ändern, aber Mensch kann nicht sofort in Austausch gehen

00:58:19: und das war was mich da sehr beeindruckt hat.

00:58:23: Also im Gegenteil, das ist genau das was wir tun sollten.

00:58:24: Was du da machst weil damit unterbindest du ja auch politische Systeme wenn wir in Kontakt sind, wenn wir im Austausch sind dann wird die Welt friedlicher.

00:58:33: Ja Weil wir einfach merken dass sind Menschen Das

00:58:36: sind Menschen wie Du und ich Die im Prinzip auch nur Schauen wie sie über die Runden kommen oder auch nur einfach glücklich sein wollen.

00:58:43: Die wollen auch einfach nur schöne Momente haben Happy sein anderen Leuten helfen

00:58:48: Und diese Spalterei oder sowas, das machen eigentlich nur Menschen die letztendlich macht wollen.

00:58:53: Deswegen sollten wir das tatsächlich als große Botschaft... Gleich geht es weiter im Gespräch mit Pascal Eckert.

00:59:03: Zweidrittel seiner Fahrradreise von Mainz nach Neuseeland hat er bereits hinter sich gebracht.

00:59:09: Pascal Eckart mein Gesprächspartner heute.

00:59:11: Jetzt hole ich mir das Versprechen ein.

00:59:13: Das hat jetzt schon einmal perfekt geklappt!

00:59:16: So in dreihundertfünfundsechzig Tagen oder vielleicht vierhunderttagen, keine Ahnung.

00:59:20: Sehen wir uns dann wieder?

00:59:22: Wir werden uns mit Sicherheit hier wiedersehen.

00:59:24: Ja.

00:59:24: Davon kannst du fest ausgehen.

00:59:27: im welchem Zeitrahmen...

00:59:29: Willst du dich nicht festziehen?

00:59:30: ...würde ich mir jetzt nicht ganz fest...

00:59:31: Ich habe jetzt einfach mal die letzte Etappe genommen und dann vielleicht keine Ahnungen.

00:59:35: Aber ich denke in einem Jahr an der Halb könnte das schon sehr gut passieren an dem Dreh.

00:59:42: Vielleicht dann quasi, was haben wir jetzt, sechsundzwanzig?

00:59:45: Das ist verrückt.

00:59:45: Ich glaube es wird gar nicht hören.

00:59:47: Sommer

00:59:47: sieben und zwanzig zu... das könnte man mal grob anpeilen.

00:59:52: Dann werden's schon fast vier Jahre, stimmt!

00:59:54: Okay, Wahnsinn

00:59:55: ne?!

00:59:56: Ja

00:59:57: aber das habe ich mitgenommen auf der Reise weil jetzt hab' ich die Möglichkeit Jetzt bin ich auf der reise wenn ich irgendwann wieder zurück gehe innen Sag ich mal normales Leben,

01:00:09: ein

01:00:10: anderes Leben.

01:00:11: Dann werde ich sowas nicht nochmal anfangen.

01:00:13: Ich glaube es gibt auch so eine Zeit dafür im Leben.

01:00:15: das heißt also ich muss jetzt ganz ehrlich sagen ich bin so einem Alter ich würde mir das gar nicht mehr antun.

01:00:19: Ich weiß nicht ob ich jetzt mit vierzig dafür in dem besten guten alter bin aber ja... Aber es

01:00:25: geht noch!

01:00:25: Es hat ja auch was mit einer gewissen Kraft zu tun die man auch preisig findet.

01:00:29: wenn ich jetzt höre zweieinhalb Kilometern denke mich boah lass mir die ruhe

01:00:33: Das denke ich mir auch manchmal, kann ich dir sagen.

01:00:36: Und man sich dann vielleicht andere Dinge vorlegen muss.

01:00:39: aber ich glaube es ist ein schönes Beispiel.

01:00:40: wir sollten glaub ich das ist immer das berühmte Raus aus dieser Komfortzone öfter mal und das gibt's halt auch im Kleinen.

01:00:48: also es muss jetzt nicht immer die große Reise durch die ganze Welt sein manchmal einfach nur wenn ich vielleicht den Fremden auf der Straße anspreche oder wenn ich irgendjemand helfe dass es gibt so viele Gelegenheiten wie wir täglich sage ich mal aus diesem Aus dieser Zone, die uns das so einfach macht, weil es immer gleich ist rausgehen und es führt zu guten Begegnungen.

01:01:09: Ja, einfach aus der Routine richtig.

01:01:10: Macht die Welt besser!

01:01:12: Einfach auch in den Austausch, in Gesprächen mit Leuten gehen... ...weil auch im Gegenzug die Dankbarkeit, die man da erfährt, wenn man eben dann mal jemanden einfach anspricht, jemandem was hilft.

01:01:25: Jemanden zu sich einlädt.

01:01:26: wie auch immer weil das ist ja die Dankbarkeit die ich den Leuten jetzt auch entgegen bringen.

01:01:31: Ich bin den Leuten unendlich dankbar die mir vielleicht teilweise einfach nur am Straßenrand eine Flasche Wasser geben wenn es bei vierzig Grad mal wieder runter brennt.

01:01:40: Das ist aber das was du dann brauchst.

01:01:41: Genau das ist das was ich brauche.

01:01:43: Aber Es ist trotzdem für mich nicht selbstverständlich das zu machen Dieses Mindset gewinne ich oder habe ich gewonnen, dass das mehr oder weniger selbstverständlich sein sollte.

01:01:53: Einfach solche Dinge und das passiert mir im täglichen Leben.

01:01:57: also ich kriege ständig irgendwelche kleinsten Einladungen und wenn der Restaurant besitzt einfach nur sagt du alles gut das Essen geht auf mich so.

01:02:06: Das ist nun jetzt sind Vietnam gesprochen in Euro-Fünfzig.

01:02:10: Das ist jetzt nicht die Welt, aber trotzdem.

01:02:12: Die Geste...

01:02:13: Erst mal für dort...

01:02:14: Für dort, dir gefällt es natürlich auch nochmal anders klar?

01:02:17: Aber die Geste und alles was damit zusammenhängt das kannst du mit Geld nicht aufwiegen.

01:02:25: Das ist die Dankbarkeit, die ich den Leuten dann entgegenbringe Und das merken sie natürlich auch und freuen sich darüber.

01:02:31: Sie freuen sich dann einfach eben ein bisschen einen Austausch mit mir zu haben.

01:02:34: also

01:02:35: Gut, du hast ja viele Geschichten dabei als Ausgleich.

01:02:38: Was hier auch ein Wert hat was bestimmt für viele die vielleicht aus ihrem Dorf oder sowas nicht rauskommen dann auch so was früher ja auch dann spannend ist Menschen zu hören die von anderen Stellen

01:02:48: berichten?

01:02:48: Ja die einfach gar nicht die Möglichkeit haben sei es jetzt finanziell oder auch vielleicht ja politisch wie du schon gesagt hast wo der Reisepasses gar nicht her gibt dass sie...

01:02:57: Kommt schon gar nicht raus im Land

01:02:59: genau!

01:02:59: Die haben einfach gar.

01:03:04: Das ist sehr, sehr umfangreich.

01:03:06: Also mögen dir die Hersteller alle Teile, die du brauchst, wohlge Sonnensein weiter hin?

01:03:12: Ich glaube es wird immer einen guten Weg geben, dass irgendwelche Dinge zu dir kommen egal...

01:03:18: Es gibt immer eine gute Lösung für alles, egal für welcher Situation.

01:03:23: Das ist auch so ein Ding das habe ich auch sehr stark gemerkt.

01:03:27: Dinge passieren, das muss man dann einfach irgendwo akzeptieren.

01:03:30: Schlechte Dinge können auch mal passieren aber es gibt für alles irgendwie eine Lösung und es geht immer irgendwie weiter.

01:03:35: Also da braucht man deswegen nicht irgendwie dann schlechte Laune haben oder so weil die bringt dich auch nicht weiter im Gegenteil positiv und weiter nach vorne und dann funktioniert's und dann werden auch wieder gute Dinge zu dir kommen!

01:03:48: Wer möchte kann.

01:03:49: Thrive-Side heißt der Podcast, überall wo es Podcast gibt.

01:03:53: Einfach vielleicht auch den ersten Teil der Reise oder den größeren Teil vermutlich mal nochmal mit allen Gefühlsschwankungen hören.

01:04:00: man merkt halt auch logischerweise das ist aber glaube ich auch normal es nimmt nach hinten ein bisschen.

01:04:05: ja das heißt am Anfang War dir glaube ich noch ganz, ganz schön ordentlich dabei.

01:04:09: Ich glaube aber es ist manchmal auch okay.

01:04:11: also ich habe mich da auch mal gefreut wenn ich nach ein paar Wochen irgendwie wieder ein Lebenszeichen gehört hab das erst einmal alles in Ordnung und dann hast du halt einfach in der Stunde alles erzählt was passiert ist.

01:04:21: und manchmal ist es glaube ich auch schwierig.

01:04:23: also ich könnte mir jetzt vorstellen dass es ein bisschen langweilig ist in Australien, jeden Abend etwas zu erzählen.

01:04:29: Ja ich meine wenn du fünf Tage am Stück nur zweieinhalb Kilometer durch die Wüste fährst wird nicht so allzu viel passieren wobei für mich ja auch gerade der mentalaspekt eine sehr große Rolle gewonnen hat einfach das auch mal mental nach außen zu tragen.

01:04:44: und da habe ich natürlich glaube ich für mich selber eine Entwicklung mitgemacht einfach offen und ehrlich über mentale Herausforderungen über Gefühle über Emotionen zu sprechen, wie fühle ich mich dabei?

01:04:56: Wie geht es mir damit?

01:04:58: und wo?

01:04:58: hatte ich auch einfach mental.

01:05:01: Und das ist vielleicht so ein bisschen auch ja heutzutage... Ich kann's nicht ganz einschätzen.

01:05:06: aber von meinem Gefühl her ist gerade so dass mental immer noch so ein Tabuthema in Deutschland sich mental zu öffnen und sich verletzlich zu zeigen auch in einem gewissen Umfang.

01:05:21: weil wenn man sagt Ich hatte dann meine Probleme, ich war da einfach nicht mental stark.

01:05:25: Ich war da schwach.

01:05:26: Machst du dich ja irgendwie auch ein bisschen angreifbar oder verletzlich?

01:05:30: Und da tun sich die Leute glaube ich nach wie vor schwer mit.

01:05:33: und dann habe ich einfach nach und nach gemerkt irgendwo geht's jedem so!

01:05:40: Es sollte kein Problem oder Tabu sein darüber reden zu können.

01:05:45: Das Problem ist... Du schließt ja nicht nur Ja, das ist ja nicht nur ein Schutz sondern du schließt viele positive Dinge damit aus.

01:05:54: Das ist eigentlich das Problem und deswegen sollten wir dafür viel offener werden.

01:06:01: Es gibt zum Beispiel in Deutschland wenn Du halt befördert wirst und merkst dass es misst dann musst Du halt dich äußern können.

01:06:07: ich will hier nicht sein.

01:06:09: Und gute Unternehmen holen Dich auch wieder zurück an die Stelle wo Du gut warst.

01:06:13: Das sind so Beispiele und das ist aber das weil wir nicht reden.

01:06:17: Genau!

01:06:18: Dann hast Du viele unzufriedene Leute Und das führt halt dann auch zu nicht schönen Dingen.

01:06:23: Deswegen sollt mir von deinen Erlebnissen lernen, dass es einfach zu schauen, dass man das Beste aus dem Leben macht zum besten Zeitpunkt den ich jetzt gerade habe.

01:06:31: nur jetzt und wenn da halt mal die Kreditkarte weg ist, muss ich halt gucken wie komme ich über die nächsten zwei Wochen?

01:06:39: Genau!

01:06:40: Wie kriege ich die neuen?

01:06:41: Die

01:06:41: finde ich eine Lösung dafür richtig.

01:06:43: Das ist aber auch das Feedback was ich von den Leuten bekommen hab.

01:06:46: also ich habe ja ganz oft Nachrichten dann auch bekommen Diversen Wegen, wo die Leute mir einfach geschrieben haben dass sie es sehr beeindruckend finden.

01:06:52: Dass ich auch so offen über problematische Dinge oder Probleme mit mir trage, die ich habe gerade im mentalen Bereich das sich offen darüber reden kann oder mehr immer mehr und mehr offen in dem Thema werde.

01:07:06: Das finde ich ganz wichtig.

01:07:07: auch deswegen klar passiert nicht jeden Tag was unglaublich spannendes aber mit mir selber passiert doch schon jeden tag immer was neues und schon recht viel.

01:07:20: Und das versuche ich dann irgendwie auch ein bisschen zu transportieren, nach außen zu bringen.

01:07:24: Deswegen nach wie vor finde ich den Podcast eine unglaublich spannendes Thema.

01:07:29: Ich muss für mich ne neue Routine finden einfach da einen zeitlichen Rahmen abzustecken.

01:07:37: wann mache ich das?

01:07:38: Wie mache ich es?

01:07:39: Aber dann ist das ja auch eine Reflektion mit mir selber, weil ich verarbeite die Dinge ja auch indem ich sie nochmal wiedergebe, in dem ich noch mal darüber nachdenke.

01:07:48: Ein Laut vor allen Dingen!

01:07:50: Genau und ich habe mir mal alte Folgen von mir angehört, von mir selber... Ist natürlich immer erstmal ein bisschen ungewohnt sich selbst so zu hören.

01:07:57: aber dann merkst du auch was für ne Wandlung du gemacht hast, was für eine Entwicklung du auch gemacht hast vom Anfang bis jetzt?

01:08:03: Und wie du eben auf die Dinge reagierst, wie du mit Herausforderungen umgehst.

01:08:08: also

01:08:09: Ich glaube, es ist natürlich auch so eine Verdichtung von Ereignissen die du hast.

01:08:12: Ist wahrscheinlich für dich auch wertvoll zu merken.

01:08:14: ach guck mal das war ja auch da!

01:08:16: Ja,

01:08:17: dass verschwimmt alles total.

01:08:19: also ich habe regelmäßig so Flashbacks würde ich mal nennen wo mich Sachen wenn nicht dann irgendwo Mal wieder drei vier Tage in der Stadt oder einem Ort bin und ein bisschen runter kommen Wo mich die ganzen Eindrüge der letzten zwei Wochen über wie eine Welle überrollen weil Du das im täglichen das kannst du sogar nicht verarbeiten.

01:08:40: Du nimmst so viele Dinge wahr, jeden Tag passiert irgendwas Neues du schläfst immer an einem anderen Ort oder in der Regel an einem andern Ort auch.

01:08:47: daher hast du ja keine Routine!

01:08:48: Du bist nicht immer abends wieder in deinem Bett.

01:08:50: klar ist das Zelt das gleiche meine Luftmatratze ist das Gleiche aber ich bin immer woanders Ich habe immer ein anderes Umfeld es sind immer wieder andere Leute da Es gibt immer wieder neues zu erfahren spannende Gespräche weil die leute kennen mich hier auch nicht Die haben mich auch noch nie vorher gesehen und am nächsten tag treffe ich wieder neue leute.

01:09:05: und diese Eindrücke überhaupt im täglichen alle wahrzunehmen und auch bewusst wahr zu nehmen,

01:09:14: das

01:09:14: fast unmöglich.

01:09:15: Und dann ist der Podcast natürlich für mich auch eine sehr gute Form für mich selber Dinge dann ja Therapie zu reflektieren und mir auch nochmal später dann ins Gedächtnis rufen zu können.

01:09:27: Genieße die letzten Stunden in Deutschland.

01:09:29: Sie sind dann erst mal viele viele hundert Tage die Letzten und ich wünsche dir wie gesagt viel Glück auf weiteren Reise und viele gute Gedanken.

01:09:40: Vielen Dank, ich werde dich machen!

01:09:42: Wenn ich rausguck' und den Schneesee bin jetzt Wettertechnik auf jeden Fall nicht so böse wieder ins Warme zu kommen.

01:09:50: aber ja es ist ein lachendes und weinen das Auge ganz klar also schwierig sich von den Leuten dann immer wieder zu verabschieden weil's eben auch diese Ungewissheit hat wann komme ich wieder?

01:10:03: Weils kein fixes Zeitpunkt dafür gibt.

01:10:07: Das macht es noch mal ein bisschen schwerer für mich auf jeden Fall.

01:10:11: Gut, dass der Rückflug gebucht war!

01:10:12: Ja richtig!

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